KommtwasWie wird man Karikaturist?

Als ich am 9. November 1938 eintraf, sah ich in lange Gesichter. Es sollte endlich mal ein Junge werden, und nun war wieder nix! Und es nützte auch nichts, mir das böse Händchen mit einer Serviette fest an den Leib zu knoten, damit ich mit dem braven brav meine Suppe auslöffelte. Es ging alles daneben. Die böse Linke siegte und malte böse Bilder. „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände!“ – und Bücher, Zeitungen, Plakatwände, T-Shirts und Ostereier.

So wurde ich Karikaturist, ohne –In. Denn eigentlich sollte ich jetzt ein einundsiebzigjähriger Greis sein. RICHTIGE Frauen können keine Karikatur, das weiß man ja. Aber es gab auch schöne Momente in meinem Leben, zum Beispiel meinen einundfünfzigsten Geburtstag!

Und wie bleibt man in der Krise Karikaturist?

Ich habe meinen Braintrust in Hartz IV geschickt und mir Ideen-Zulieferer in China verpflichtet. Die sind viel billiger und absolute Profis im Plagiieren. Ich werde meinen Strich verknappen und meine Zeichenfedern länger nutzen, auch wenn sie dann ziemlich stumpf sind. Sollte mich die Pleitewelle dennoch erfassen, zahle ich mir eine saftige Abfindung und verzichte auf mich.


Politische Karikatur


Cartoon


Fernsehcartoon

     
Politische Karikatur Cartoon Fernsehcartoon
     

Illustrationen


Postkarten


Porträts

     
Illustrationen Plakat Porträts
     


Wo geht’s lang?

Web Einladung FrankfurtTrotz Navi und Google stochern wir im Nebel und sehen nicht recht durch. Das Terrain ist unübersichtlich. Stacheldraht versperrt den Weg, Heckenschützen schmeißen Knüpp3el zwischen die Beine. Benzin ist billig, guter Rat teuer.

Wenn ich von dem allen so richtig frustriert bin,hilft mir nur eins – Satire! Die kann ich mir gottlob selber machen. Gern gebe ich davon was ab, vom 17. März biszum 1. Mai 2016 im Museum Viadrina in Frankfurt (Oder). Um 17 Uhr ist Vernissage. Die Künstlerin ist anwesend und mit ihr, so hoffe ich, viele Leute,die Spaß daran haben, sich die Bilder durch den Kopf gehen zu lassen.

„Wo geht’s lang?“ Ausstellung im Museum Viadrina/Junkerhaus, C.-P.-E.-Bach-Straße 11, Frankfurt (Oder). Geöffnet Dienstag bis Sonntag 11 – 17 Uhr.

 

WährenWeb Wall 1989d in Frankfurt noch nach dem Weg gefragt wird, ist man in Havelberg schon viel weiter. Da wird zum Endspurt geblasen im Rathaus am 12. März um15 Uhr. Es lässt sich nicht leugnen: Mit 77 befindet sich unsereins auf der Zielgeraden. Wie lang die ist, weiß keiner, und das ist gut so. Die Ausstellung jedenfalls hängt bis Anfang Juni, das ist schon mal ganz schön lange.

 

„Endspurt“ – satirische Zeichnungen von damals bis morgen im Rathaus Havelberg, Markt 1. Geöffnet 14. März bis 7. Juni 2016, Dienstag und Donnerstag 9 – 18 Uhr, Montag, Mittwoch und Freitag     9 – 12 Uhr.

 

Liebe Freunde des gezeichneten Lebens,

ich bin mal wieder etwas spät, Valentinstag ist over. Aber schön war’s doch!

Web Gerda

Hinterm Prellbock geht’s weiter!

Meine Empfehlung für den Osterspaziergang, zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto, der Bahn, dem Rollator: Wandert doch mal durch Mittelsachsen!

Mitten durch Mittelsachsen fließt die Mulde, und an der Mulde liegt bei  Lunzenau  die Frohe und Hanselstadt GROSS MÜTZENAU. Rat- und Gasthaus ist der „Prellbock“, ein weltweit bekanntes Zentrum für Esskultur und Kunst. In der Küche kocht Maritta, während Bürgermeister Matthias Lehmann, wenn er nicht gerade die Geschicke seines Reiches und die der Deutschen Bahn lenkt, im  denkmalträchtigen Haltepunkt Groß-Mützenau dem Auge und dem Kopf Nahrung und Freude verschafft. Die Künstler,  bevorzugt Karikaturisten und -Innen, geben sich die Klinke in die Hand und reißen sich darum, ihre Werke, die üblicherweise mit der Zeitung von gestern in der Papiertonne landen, für ein paar Wochen hinter Glas und Rahmen gut aufgehoben zu sehen. Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb die Helden der Komischen Kunst so gern in Groß-Mützenau verweilen. Dort wird gut gegessen, munter getrunken und viel gelacht. Der Chef, ein leidenschaftlicher Eisenbahner-mützensammler, Bahnstratege und Eventmanager, dichtet auch! Zum Beispiel Reiselyrik wie das Gedicht „Transsib“, zu dem die weithin unbekannte Karikaturistin Barbara Henniger die Illustration schuf. Nun hoffen wir alle, dass der Gedichtband bald auf den Weltmarkt geworfen wird. Wer so lange nicht warten will, kann den Dichter und seine Muse im „Prellbock“ besuchen, wenn er sich rechtzeitig beim Groß-Mützenauer Bürgermeister anmeldet.Web Transsib

Danke, Charlie!

Web Karikaturist

Wieder mal was Neues?

Hallo, liebe Freunde, ich bin wieder mal spät dran. Nicht nur der Tag geht zu Ende, nicht nur der Dezember, sondern das ganze Jahr! Wer hätte gedacht, dass DAS mal passieren wird – war doch so viel davon da am Anfang. Aber gottlob! Kaum ist 2013 in den Müll gewandert, steht was Neues vor der Tür – blank und sauber noch, ohne Betriebsanleitung zwar, aber mit 365-Tage-Garantie. Dann macht mal was draus, ich werde es auch versuchen – oder behalte ich doch lieber das Alte und möble es etwas auf?…

Alles schon gelacht!

Man könnte auch ein Fragezeichen setzen: Alles schon gelacht? Wer sich da nicht ganz sicher ist, sollte nach Luckau kommen und nachschauen, ob es bei mir was zu lachen gibt. Schließlich versuche ich nun schon seit 54 Jahren, die Leute dazu zu verführen, erst im „Sächsischen Tageblatt“ dann, ab 1968, im „Eulenspiegel“. Ich freue mich über jeden Gast und kritischen Geist. Am 28. September punkt 14 Uhr ist Eröffnung im Cartoonmuseum Luckau, Nonnengasse 3. Es gibt Akkordeonmusik, eine Laudatio von Martina Schellhorn von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg, Kuchen und Wein und – ja, das auch – Hennigercartoons.

Es wird heiß! Es geht aufs Ende zu! Der Wahlkampf ist auf Gefahrenstufe 4! Rauchen in der Nähe von Kandidaten streng verboten! Wir glühen vor Spannung: Wird es Merkel? Oder Angela? Oder schafft gar die Kanzlerin die zweite Staffel der Seifenoper? Am 22. Septemberabend werden wir es wissen. Bis zur Bescherung möchte ich den Ungeduldigen ein wenig die Zeit vertreiben mit gezeichneter Wahlkampfprosa. Klicken Sie sich ein!

Aber der Herbst bringt uns noch andere Events. Allüberall in unserem Land und in jedem Kaff schunkeln auch Leute, die noch nie ein Bierfass von innen gesehen haben, auf ihrem Oktoberfest. Es ist zu befürchten, dass Horst Seehofer für alle Biertrinker außerhalb Münchens die Maut einführt. O‘ zapft is! Jaja.

Gegen den Strich

Wenn die Politiker an den Laternen hängen, ist Wahlkampfzeit. Sie schauen von oben herab und fordern uns auf: Wählt mich! Sie prügeln sich um unsere Gunst und möchten, dass wir „gefällt mir“ klicken. Wie soll man sich entscheiden? Wir lieben sie doch alle! So sehr, dass wir ihr hartes Ringen um die Wählerstimmen mit aufmunternden Bildern begleiten.
Wer? Klaus Stuttmann, Rainer Ehrt und Barbara Henniger.
Wo? In der Galerie 30 LINKS in Berlin-Kreuzberg, Solmsstraße 30.
Wann? Ab heute. 19 Uhr ist Ausstellungseröffnung im Fachwerkhof. Schluss ist am 21. September, damit alle noch pünktlich an die Urne treten können.
Die Künstler sind anwesend im Wahlkampflokal.

Es ist Frühling!!!

April, April!